Handtherapie vom ausgebildeten Spezialisten

Was zeichnet einen guten Handtherapeuten aus? In welchen Fällen braucht es überhaupt eine Handtherapie? Auf welche Behandlungsdauer muss ich mich einstellen?

Wir brauchen sie zum Greifen, Heben, Tanzen, Gestikulieren oder einfach nur zum Streicheln, Berühren oder Fühlen. Gesunde Hände sind ein wesentlicher Schlüssel für Lebensqualität und persönliches Glück. Wir möchten Sie an die Hand nehmen und Ihnen begreiflich machen, worauf sie bei der Auswahl eines Handtherapeuten achten sollten.

Handtherapie und Ergotherapie – wie hängen sie zusammen? 

Die Handtherapie ist eine Spezialdisziplin der Ergotherapie. Handtherapeuten sind also in der Regel Ergo- und Physiotherapeuten. Verantwortungsbewusste Handtherapeuten haben sich mit einer zusätzlichen, umfassenden Ausbildung rund um den Bewegungsapparat und die Anatomie der Hand für die Tätigkeit als Handtherapeut qualifiziert. Sie können auch die gesellschaftlichen bzw. die psycho-sozialen Folgen einer Handverletzung in der Behandlung einschätzen. Handtherapeuten arbeiten auch eng mit Handchirurgen zusammen.

Mit der Desensibilisierung lernen die Patienten von Anne Münch, äußere Reize wieder in gewohnter Weise zu spüren. 

Handtherapeuten kümmern sich um viel mehr als nur um die Hand

Aber was genau macht eigentlich ein Handtherapeut? Und in welchen Fällen wird er tätig? Grundsätzlich kümmert sich ein Handtherapeut um Handerkrankungen oder Handverletzungen. Eine Handtherapie kann sich aber auch auf andere Körperteile wie z. B. den Arm oder die Schulter auswirken. Die Hand sowie jeder einzelne Finger sollte sich nach der Therapie möglichst genauso viel, flexibel sowie entspannt und schmerzfrei bewegen lassen wie vor der Verletzung. Das wichtigste Ziel einer Handtherapie ist also, dass der Patient seine Hand wieder genauso selbstverständlich nutzt wie bisher. Er sollte sich wieder voll auf die Funktionalität seiner Hand verlassen können. Im Beruf genauso wie in der Freizeit unterwegs und Zuhause.

Für eine Handtherapie gibt es verschiedenste Gründe

Die Gründe und Ursachen für eine Handtherapie dafür sind vielfältig. Ein Handtherapeut wird z. B. nach einem Unfall und eines damit verbundenen physiologischen Traumas tätig: Hier geht es darum, den körperlichen Schock der Verletzung wahrzunehmen und durch gezielte Übungen nach und nach zu verarbeiten. Weitere Behandlungsfelder eines Handtherapeuten sind z. B. orthopädische Erkrankungen oder Fehlbildungen. Hinzu kommen Krankheitsbilder aus dem rheumatologischen oder neurologischen Bereich, wie z. B. ein Schlaganfall. Eine Handtherapie kann zudem vorbeugend vor einer Operation sowie danach stattfinden. In manchen Fällen lässt sich mit einer Handtherapie sogar eine Operation vermeiden.

Handtherapie: Das sind die Krankheitsbilder

Zu den häufigsten Krankheitsbildern in der Handtherapie zählen Sehnenverletzungen, Frakturen, Überlastungssyndrome durch die Arbeit oder den Sport und Gelenkentzündungen, wie z. B. bei einer Rheumatoiden Arthritis. Auch die Arthrose, also der Gelenkverschleiß bzw. die Gelenkabnutzung der Hand, ist ein sehr häufiges Krankheitsbild. Dazu gehört auch die Rhizarthrose. Diese besondere Form der Arthrose betrifft ausschließlich den Daumen.

Was auch immer der Grund für Ihr Handleiden ist, in unserer Praxis für Ergotherapie und Handtherapie in München kümmert sich Anne Münch als zertifizierte Handtherapeutin vertrauensvoll um die Heilung Ihrer Hand. So behandeln wir selbstverständlich auch gerne die Folgen von operativen Eingriffen oder von Frakturen. Mehr Infos zur Handtherapie München sowie den dazugehörigen Behandlungen finden Sie hier.

Handtherapie Zertifizierung: Entscheidendes Qualitätsmerkmal 

Nur sehr wenige Körperteile des Menschen sind so komplex wie die Hand. Das Handgelenk besteht aus mehreren Teilgelenken. Deren Zusammenspiel ist äußerst komplex. Jede Behandlung einer Handverletzung ist anders und sollte möglichst individuell und auf die jeweiligen Lebensumstände abgestimmt erfolgen. Dementsprechend kann sich nicht jeder Ergotherapeut auch als Handtherapeut bezeichnen. Die zusätzliche Fortbildung zum Handtherapeuten ist mit mehreren Hundert Unterrichtseinheiten und einer abschließenden Prüfung sehr umfassend.

In Deutschland gibt es mit der Akademie für Handrehabilitation (AFH) ein anerkanntes Institut zur Ausbildung und mit der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Handtherapie (dahth e.V.) einen Dachverband. Beide bieten eine fundierte Weiterbildung zum Handtherapeuten an. Die renommierte Ergo- und Handtherapeutin Anne Münch mit Sitz in München hat sich an der AFH ausbilden lassen und ist Mitglied in der dahth. Sie ist damit auch einer der wenigen ausgebildeten Spezialisten für Handtherapie in München.

Darauf sollten Sie bei der Auswahl eines Handtherapeuten achten

Ein guter Handtherapeut sollte im wahrsten Sinne des Wortes sein Handwerk beherrschen. Patienten sollten sich also nur in die vertrauenswürdigen Hände eines ausgebildeten und zertifizierten Handtherapeuten begeben. Auch möglichst viel Berufserfahrung als Ergotherapeut und immer wiederkehrende Auffrischung durch Fortbildungen sind von hoher Bedeutung  – schließlich geht es bei der Ergo- wie bei der Handtherapie darum, den Patienten wieder fit für den Alltag zu machen. Ein guter Ergo- und Handtherapeut erkundigt sich mit viel Einfühlungsvermögen nach den jeweiligen Lebensumständen und gewinnt so ein umfassendes Bild für eine möglichst gezielten und persönlichen Therapieansatz.

Bei der Spiegeltherapie wird ein neurologischer Trick angewendet: Das Gehirn soll die auf dem Foto abgebildete Handhaltung mit der gesunden Hand ausführen und sich dabei vorstellen, es wäre die verletzte bzw. die zu heilende Hand. Diese Methode ist besonders bei Patienten zu empfehlen, die eine Bewegung nicht ausführen können, weil sie Angst vor dem Schmerz haben.

Gerade bei der Handtherapie ist viel Einfühlungsvermögen gefragt

Bei einer Handtherapie spielt wie auch bei einer Ergotherapie das seelische Wohlbefinden eine große Rolle. Neben der physischen Regeneration sollte ein guter Handtherapeut auch in der Lage sein, sich nach und nach in die Persönlichkeit seines Patienten einzufühlen. Er sollte die soziale Situation der behandelten Person kennen und die Behandlung entsprechend darauf einstellen. Wie viel Präsenz ist wie schnell im Job gefordert? Wie stark ist der Bewegungsdrang?

Auch die Art und Weise, wie jeder Einzelne mit Schmerzen umgeht und diese bewältigen kann, ist höchst individuell. Manche Menschen sind schon mit leichten Übungen überfordert, anderen wiederum kann es gar nicht schnell genug gehen. Hier gilt es, eine ebenso gesunde wie für jeden individuelle Balance zu finden.

Hand und Seele gehen Hand in Hand

Handtherapeuten müssen sich also ein möglichst ganzheitliches Bild zur Behandlung ihrer Patienten machen. Nur so lässt sich eine nachhaltige Heilung erzielen, die der Hand und dem gesamten Körper gut tut: Letztendlich sind auch die Bewegungen der Hand nur ein Teil eines komplett gesunden und entspannten Bewegungsablaufs. Im Rahmen einer Handtherapie kann es deshalb auch durchaus um die gezielte Korrektur der gesamten Haltung und/oder um Ergonomie gehen.

Ergotherapie in München

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Die wichtigsten Bestandteile und Methoden einer Handtherapie

Die Disziplin der Handtherapie ist auch bei der Auswahl der dazugehörigen Methoden äußerst vielseitig. Natürlich ist jede Behandlung anders, unterschiedliche und spezielle Techniken und Module gehören aber immer dazu. Generell zählen zur Handtherapie eine u. a. die Schienenbehandlung, die manuelle Therapie, Sensibilitätstraining, aktive und passive Bewegungsübungen, Dehntechniken, Ödemprophylaxe, Propriozeptive Neuromuskuläre Fazilitation (PNF), Selbsthilfe-Training bei den Aktivitäten des täglichen Lebens und physikalische Maßnahmen. All dies dient dem wichtigsten Ziel der Rehabilitation der Hand.

Hautbehandlung wichtiger Bestandteil der Handtherapie

So leidet unter anderem bei einer Handverletzung meistens auch die Haut. Das Bindegewebe verliert an Elastizität. Mit Faszienbehandlungen und Massagen lässt sich das Bindegewebe wieder mobilisieren und straffen. Ebenso wichtig ist eine gezielte Narbenbehandlung. Eine Narbe beeinflusst zudem oftmals die Beweglichkeit der Gelenke und die Gleitfähigkeit der Sehnen. Hier kann auch eine spezielle Anwendung von Narbenhölzern und Salben gut weiterhelfen.

Auch die passive Bewegung – also eine stimulierende Bewegung durch den Handtherapeuten – spielt hier eine große Rolle. Weitere manuelle Behandlungstechniken für die Beweglichkeit der Gelenke können die Traktion oder Kompression sein, also die Behandlung durch dosierte Zugkraft oder dosierten Druck.

Handtherapie mit Thermoanwendungen: Das sollten Sie wissen

Zur weiteren Unterstützung sowie als essenzieller Baustein der Handtherapie gelten je nach Einzelfall auch verschiedene Thermoanwendungen. Die meisten Anwendungen nutzen dabei das wohltuende und schmerzlindernde Prinzip der Wärme. Das fördert auch die Durchblutung. Zu den häufigsten Thermoanwendungen zählen z. B. Heißluft und die damit verbundene therapeutische Anwendung von Infrarotstrahlen oder eine Ultraschallwärmebehandlung. Sehr beliebt sind auch Fango-, Moor-, Heu- oder Bienenwachspackungen. Eine Wärmeanwendung mit zusätzlicher Massagewirkung ist die heiße Rolle mit trichterförmig gewickelten Handtüchern.

Darüber hinaus gibt es für die Handtherapie verschiedene Bäder, wie z. B. das Paraffinbad oder das Wärme-Kies-Bad. Beide Bäder sind vor allem zur Behandlung von rheumatischen Beschwerden geeignet.

Für manche Hand-Verletzungen ist die Behandlung mit Kälte heilender als mit Wärme. Bei der Kältetherapie werden unter anderem eine Kältepackung, ein Eislolli oder Kaltluft genutzt.

Erhitzte Kirsch- oder Traubenkerne können z. B. zur Heilung von Arthrose viel bewirken. 

Aktives Bewegen bei Handtherapie am besten mit viel Einfühlungsvermögen

Ein ganz zentraler Punkt einer Handtherapie ist natürlich auch das aktive Bewegen. Hier gilt es, durch verschiedene Übungen die Sehnen wieder zum Gleiten zu bringen. Oder das Gelenk wieder in Bewegung. Bei Knochen sollten Druck und Belastung, bei Muskeln Kontraktion (Anspannung) und Entspannung langsam gesteigert werden. An diesem Punkt ist das Einfühlungsvermögen des Handtherapeuten besonders wichtig: Beim aktiven Bewegen sollte der Patient immer an seine Schmerzgrenze gehen. Dafür braucht es viel gegenseitiges Vertrauen.

Gleichzeitig gehören zu einer umfassenden und kompletten Handtherapie natürlich auch praktische Übungen, mit unterschiedlichen Trainingsgeräten oder Alltagsgegenständen. Eine wichtige Rolle spielt gegen Ende der Therapie die Wiedererlangung der Kraft in der betroffenen Extremität mit Übungen gegen Wiederstände oder mit Gewichten.

Propriozeptive Neuromuskuläre Fazilitation PNF

Eine weitere, besondere Form der Handtherapie ist die Propriozeptive Neuromuskuläre Fazilitation (PNF). Bei dieser Methodik werden durch eine Verletzung oder Krankheit zurückgebildete, motorische Fähigkeiten wieder stimuliert. Neuromuskulär steht für das Zusammenspiel zwischen Nerven und Muskeln. Fazilitation beschreibt die Befähigung bzw. den Lernprozess, die Wahrnehmungsmuster wieder zu aktivieren. Zu den wichtigsten Zielen einer PNF-Behandlung gehören z. B. ein sicherer Gang oder ein eigenständiges An- und Ausziehen von Kleidern. Rezeptoren, die in Gelenken, Sehnen und Muskeln liegen, werden stimuliert um die Reizwahrnehmung ermöglichen und zu verbessern. Unter anderem können wir durch diese Rezeptoren auch bei geschlossenen Augen wissen, ob unser Knie gebeugt oder gestreckt ist.

Eigenverantwortliches Üben Zuhause

Ein ganz wichtiger Aspekt der Handtherapie ist die eigenverantwortliche Umsetzung der Übungen außerhalb der Therapie-Sitzungen mit dem Handtherapeuten. Hier ist seitens des Therapeuten viel Aufklärungsarbeit angesagt. Jeder Patient braucht die Gewissheit, für sich selbst Übungen zur Verbesserung und Heilung der Beweglichkeit seines Handgelenks richtig einschätzen zu können. Dazu hilft auch ein möglichst detaillierter und gut strukturierter Behandlungsplan mit klaren Anweisungen und Übungen. Sowie eine klare und verständliche Beratung inwieweit der Patient seine betroffene Extremität im Alltag einsetzen kann und soll oder in welchem Maße er belasten darf.

Massagen als wohltuender Abschluss

Massagen sind grundsätzlich auch ein guter Abschluss der Behandlung. Sie wirken sowohl körperlich und seelisch entspannend und schaffen damit ein entscheidendes Wohlgefühl bei der Handtherapie.

Die wichtigsten Fragen und Antworten rund um Handtherapie

Was macht ein Handtherapeut?

Ein Handtherapeut sorgt auf Basis verschiedener Methoden und Anwendungen für eine Rehabilitation der Hand bzw. des Handgelenks nach einer Krankheit oder nach einer Verletzung. Wichtigstes Ziel des Handtherapeuten ist es, die Funktionsfähigkeit der Hand bzw. des Handgelenks wieder vollständig herzustellen. Dazu gehören neben physischen Fähigkeiten auch psychische Hilfen wie z. B. ein gutes Einfühlungsvermögen sowie nach und nach der Aufbau eines guten Vertrauensverhältnisses zum Patienten.

Wie läuft eine Handtherapie ab?

Wie auch bei einer Ergotherapie begegnen sich der Handtherapeut und der Patient zu einem ersten Anamnese-Gespräch. Selbstverständlich werden dabei auch Erstbefunde oder Informationen zur Vorgeschichte der Verletzung oder der Operation ausgetauscht. Gemeinsam legen der Therapeut und der Patient einen Behandlungsplan fest. Dieser sollte sowohl das soziale wie das berufliche Umfeld des einzelnen Patienten berücksichtigen. Wichtig ist auch, dass beide Seiten eine gemeinsame Vorstellung zum Tempo und Intensität der Behandlung haben. Der Behandlungsplan umfasst selbstverständlich auch die Methodik der Behandlungen. Diese legt der behandelte Handtherapeut nach der Anamnese und auf Basis seiner Erfahrungen fest.

Wie wird man Handtherapeut?

Voraussetzung für eine Weiterbildung zum Handtherapeuten ist eine Ausbildung als Physio- oder Ergotherapeut. Die Weiterbildung zum Handtherapeuten ist aufgrund der Komplexität des Gelenks und der damit verbundenen Vielfalt an unterschiedlichen Verletzungen und Behandlungen sehr umfassend. Sie umfasst mehrere Hundert Unterrichtseinheiten. In Deutschland gibt es mit der Akademie für Handrehabilitation (AFH) und der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Handtherapie (dahth e.V.) derzeit zwei Möglichkeiten, sich zum Handtherapeuten ausbilden zu lassen. Ein guter Handtherapeut sollte mindestens eine dieser beiden Qualifikationen aufweisen.

Was muss ich bei der Auswahl eines Handtherapeuten beachten?

Ein guter Handtherapeut sollte unbedingt von der AFH oder der dahta (siehe vorheriger Absatz) zertifiziert sein. Nur so lässt sich diese spezielle Form der Ergotherapie wirklich verantwortungsbewusst ausüben. Ganz entscheidend für den Erfolg einer Handtherapie ist auch das Einfühlungsvermögen des Handtherapeuten. Nur so können Patienten z. B. bei einer aktiven Bewegung angstfrei an ihre Schmerzgrenze gehen. Auch für die eigenverantwortliche Fortsetzung der Handtherapie Zuhause ist ein gutes Vertrauensverhältnis zum Handtherapeuten entscheidend. Als ausgebildeter Spezialist für Handtherapie ist die Ergotherapie-Praxis Münch hier Ihr erstklassiger Ansprechpartner für eine Handtherapie in und um München.

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